Seit der Lancierung der Landschaftsinitiative
am 10. Juli 2007 hat sich die Siedlungsfläche  in der
Schweiz vergrössert um:
  m2
Zum Vergleich: Der rote Rahmen 
entspricht einer Fläche von 
90'000'000 m2
(90 Quadratkilometer).
Zuerich 90km2
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Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative: Ständerat beschliesst sinnvolle Verbesserungen

28.09.2010

Die Trägerorganisationen der Landschaftsinitiative bedauern, dass der Ständerat wie der Bundesrat die Landschaftsinitiative ablehnt. Erfreut sind sie darüber, dass der Ständerat überdimensionierte Bauzonen reduzieren und die Mittel dafür über die Mehrwertabschöpfung beschaffen will.

Der Ständerat hat erkannt, dass es griffige Massnahmen gegen die Zersiedelung braucht. Er hat den bundesrätlichen Vorschlag zur Revision des Raumplanungsgesetzes, den indirekten Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative, um zwei zentrale Elemente ergänzt: Überdimensionierte Bauzonen sollen reduziert und die Mittel dafür mit verbindlicheren Vorschriften zur Mehrwertabschöpfung bei Neueinzonungen beschafft werden.

Damit wird eine Beschränkung der ausufernden Siedlungsfläche praktikabel, die bisher wenig mehr als eine Absichtserklärung war. Dazu Otto Sieber, Präsident des Trägervereins «Ja zur Landschaftsinitiative» und Pro Natura Zentralsekretär: «Der Ständerat hat eine gute Ausgangslage für die Beratung im Nationalrat geschaffen. Dieser muss das Niveau halten und die Vorlage insbesondere im Bereich des Kulturlandschutzes noch verstärken.»

Unverständlich für die Trägerorganisationen der Landschaftsinitiative ist, wieso der Rat den Gemeinden nicht explizit die Möglichkeit zur Mehrwertabschöpfung auf Vertragsbasis geben will. Solche Vereinbarungen wurden bisher oft und erfolgreich praktiziert.



Weitere Auskünfte:
Otto Sieber, Pro Natura Zentralsekretär, Präsident Verein «Ja zur Landschaftsinitiative»
Tel. 061 317 91 44, 079 706 76 18
otto.sieber@pronatura.ch


Mitglieder des Vereins «Ja zur Landschaftsinitiative»:
Pro Natura (Federführung), Aktionskomitee Galmiz – Ja zur Raumplanung, Aqua Viva, Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz. BioSuisse, Greenpeace Schweiz, Greina-Stiftung, Grüne Schweiz, Hausverein Schweiz, Helvetia Nostra, Rheinaubund, Schweizer Heimatschutz, Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Schweizerische Vereinigung zum Schutz der kleinen und mittleren Bauern VKMB, Sozialdemokratische Partei der Schweiz SPS, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL, VCS Verkehrs-Club der Schweiz, WWF Schweiz

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