Landschaften mit regionaltypischen Dorfstrukturen, freien Wiesen, Feldern und Wäldern, Seen und Berggipfeln prägen unser Land. Sie gehören zu unserem Kulturgut. Sie sind Teil unserer kulturellen Vielfalt und Identität.
Nur ein Drittel der Landesfläche der Schweiz ist besiedelbar. Von
dieser potentiell besiedelbaren Fläche sind heute 22% bereits verbaut.
Dies ist ein grosser Anteil, wenn man bedenkt, dass auf der
besiedelbaren Fläche auch der Grossteil der Nahrungsmittelproduktion
stattfinden muss und hier ebenfalls unsere siedlungsnahen
Erholungsräume liegen.
Natur- und Kulturlandschaften sind nicht nur ästhetisch wertvoll, sondern sind auch der unersetzliche Lebensraum von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Die Erhaltung intakter Ökosysteme ist schon aus rein ethischen Gründen angebracht. Sie ist aber auch aus eigennütziger Sicht wichtig, denn die miteinander verbundenen Ökosysteme bilden die natürliche Grundlage für das menschliche Leben.
Ohne unser Kulturland würden weder einheimisches Gemüse, Früchte,
Getreideprodukte noch lokal produziertes Fleisch oder Milch auf unserem
Speisezettel stehen. Neben Nahrungsmitteln basieren auch viele
Heilmittel und andere Produkte auf pflanzlichen und tierischen
Rohstoffen, die von unserer Landwirtschaft hergestellt werden.
Gleichzeitig pflegt und bewart die Landwirtschaft die vielgestaltigen
Kulturlandschaften, die Teil unseres kulturellen Erbes sind.
Unser Leben wird immer hektischer. Die Anforderungen im Alltagsleben steigen. Zum Ausgleich und zur Erholung brauchen wir Freiräume – Wälder, Wiesen, See und Bachufer, aber auch Grünanlagen wie Pärke und Spielplätze innerhalb der Siedlungen - in die wir uns zurückziehen und neue Kräfte sammeln können.
Die Landschaftsinitiative will, dass Siedlungen verdichtet und
wohnlicher gestaltet werden. Nur wenn gut und dicht gebaut wird, bleibt
in einem vorgegebenen Siedlungsraum auch Platz für Grünflächen wie
Pärke, Sportplätze und Kinderspielplätze.
Zu einer Reduktion des motorisieren Individualverkehrs beitragen:
Von einer Reduktion des motorisierten Individualverkehrs profitieren sowohl wir Menschen als auch die Natur. Wir profitieren von einer erhöhten Lebensqualität dank weniger Abgasen, Lärm und Stau. Die Natur profitiert, da weniger klimaschädliche Treibhausgase ausgestossen und weniger Wanderkorridore von Wildtieren zerschnitten werden.
Mit einer verdichteten, qualitativ hoch stehenden Siedlungsentwicklung, wie sie die Landschaftsinitiative anstrebt, können die Öffentlichkeit und Private beträchtliche Infrastruktur- und Dienstleistungskosten einsparen. So sind bei verdichteter Bauweise zum Beispiel die Kosten für die Wasser-, Abwasser-, Verkehrs- und Stromerschliessung sowie für die Postverteilung, die Kehrichtabfuhr und den Winterdienst bedeutend tiefer als bei geringer Siedlungsdichte.