Initiative

Gegen die Verbauung unserer Landschaft

Die Landschaftsinitiative stoppt die zunehmende Verbauung unseres Kultur­landes und setzt dem Bauboom ausserhalb der Bauzonen klare Grenzen.

Ausserhalb der Städte, Dörfer und Agglomerationen braucht es dringend freie, offene Landschaften. Doch ausgerechnet hier findet ein regelrechter Bauboom statt: Neue Grossbauten belasten die Landschaft, zum Beispiel für die industrielle Landwirtschaft oder den Tourismus; alte Gebäude werden zweckentfremdet und umgebaut, aus Scheunen und Ställen werden Ferienwohnungen. Alle diese Bauten erfordern neue Infrastrukturen. Die Bautätigkeit im Nichtbaugebiet zerstückelt und zerstört unsere Landschaften zunehmend. Tiere und Pflanzen verlieren ihre Lebensgrundlage. Wir Menschen finden immer weniger Erholungsräume.

Wie kommt es dazu?

Behörden und Politik durchlöchern die langjährig bewährte Schweizer Landschaftsschutzpolitik, indem sie immer öfter Ausnahmebewilligungen erteilen und geltende Gesetzesbestimmungen abschwächen.

So darf es nicht weitergehen!

Darum haben Natur- und Umweltorganisationen die Landschaftsinitiative, gemeinsam mit der Biodiversitätsinitiative lanciert. Weitere Infos zur Biodiversitätsinitiative unter www.biodiversitaetsinitiative.ch und zur Lancierung unter www.biodiversitaet-landschaft.ch

Für freie Landschaftsräume!

Die eidgenössische Volksinitiative gegen die Verbauung unserer Landschaft (Landschaftsinitiative):

  • bremst den Bauboom und die Zersiedelung im Nichtbaugebiet,
  • unterstellt das Bauen ausserhalb der Bauzonen klaren Regeln,
  • sichert naturnahe Flächen für Pflanzen und Tiere sowie das notwendige Kulturland für die einheimische Nahrungsproduktion.

Die Chronologie der Landschaftsinitiative

Die Landschaftsinitiative wurde am 28. März 2019 lanciert.

Ein Jahr nach der Lancierung wurde das erste Zwischenziel erreicht: Die 100’000 Unterschriften waren gesammelt!

Am 8. September 2020 wurden 105’000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Mit 104’487 gültigen Stimmen ist die Initiative am 16. Oktober 2020 offiziell zustande gekommen.

Der Bundesrat beschloss am 18. Dezember 2020, die Initiative abzulehnen und einen indirekten Gegenvorschlag auszuarbeiten. Der indirekte Gegenvorschlag soll das Kernanliegen der Initiative aufnehmen: Die Stärkung des Prinzips der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet.

Am 12. Mai 2021 gab der Bundesrat bekannt, dass er keinen eigenen indirekten Gegenvorschlag ausarbeiten wird. Er befindet, dass die Vorlage der Umweltkommission des Ständerats zur Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG2) den Eckwerten eines indirekten Gegenvorschlags genügt.

Als indirekter Gegenvorschlag wurde die Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG2) vom Trägerverein der Landschaftsinitiative als ungenügend befunden. Die Gesetzesvorlage (RPG2) war bis Mitte September 2021 in der Vernehmlassung.

Aktuell wird die Vorlage der Umweltkommision des Ständerats zur Revision des Raumlpanungsgesetzes (RPG2) fertig ausgearbeitet und vom Parlament weiter beraten.

Zwischen 2021 und 2023 wird das Parlament die Landschaftsinitiative diskutieren.

Eine mögliche Abstimmung wird 2023, 2024 oder 2025 gehalten.

Initiative unterstützen

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