FAQ

Sie fragen – wir antworten

Was will die Landschaftsinitiative?

Wir wollen den Bauboom ausserhalb der Bauzonen stoppen und die Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen sichern.

Warum braucht es die Initiative?

Ausserhalb der Städte und Agglomerationen finden wir freie, offene Landschaften: Felder, Natur, Wälder. Dabei handelt es sich um sogenanntes Nicht-Baugebiet. Die Trennung zwischen Baugebiet und Nichtbaugebiet zählt zu den grundlegenden Prinzipien, die dem Schutz unserer Landschaft dienen.

In den letzten Jahren wurde aber auch ausserhalb der Bauzonen rege gebaut. Jedes Jahr kommen dort deutlich über 2000 neue Bauten hinzu. Neue Grossbauten, zum Beispiel für die Landwirtschaft oder den Tourismus, belasten die Landschaft. Daneben werden zahlreiche alte Gebäude umgebaut und verlieren ihre ursprüngliche Nutzung. So werden etwa aus alten Scheunen und Ställen neue Ferienwohnungen. Alle diese Bauten erfordern neue Infrastrukturen wie Zufahrstrassen. Die Bautätigkeit im Nichtbaugebiet zerstückelt und zerstört unsere Landschaften zunehmend. Der Platz für Pflanzen wird knapper, Tiere werden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und Menschen finden immer weniger Erholungsräume.

Was bewirkt die Landschaftsinitiative konkret?

Die Landschaftsinitiative

    • bremst den Bauboom und die Zersiedelung im Nichtbaugebiet,
    • unterstellt das Bauen ausserhalb der Bauzonen klaren Regeln,
    • sichert naturnahe Flächen für Pflanzen und Tiere sowie das notwendige Kulturland für die einheimische Nahrungsproduktion.

Schon 2007 wurde eine Landschaftsinitiative gestartet. Wir haben 2013 über die Revision des Raumplanungsgesetzes und anfangs 2019 über die Zersiedelungsinitiative abgestimmt. Warum jetzt nochmals eine neue Initiative?

Die neue Landschaftsinitiative ist eine Antwort auf den Bauboom ausserhalb der Bauzone. Die bisherigen Initiativen befassten sich mit dem Bauen innerhalb der Bauzonen.

Die jüngsten Initiativen haben sich auf das Problem des Bauens innerhalb der Gebäudebereiche konzentriert.

Welche Auswirkungen hat die Landschaftsinitiative auf den Ausbau erneuerbarer Energien?

Die Landschaftsinitiative verankert in der Verfassung die Auflagen für Gebäude und Anlagen ausserhalb der Bauzonen. Sie verändert aber nichts an der aktuellen Rechtslage: Die Bewilligungen für den Bau von Infrastrukturen zur Produktion und zum Transport von erneuerbaren Energien (Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Geothermie) bleiben an die Grundsätze geknüpft, die im Energiegesetz (EnG) und im Raumplanungsgesetz (RPG) festgehalten sind: Entscheidend sind die Interessenabwägung und die Standortgebundenheit.

Ziel der Initiative ist es, der zunehmenden Überbauung ausserhalb der Bauzonen Grenzen zu setzen. Aktuell werden ausserhalb der Bauzonen vermehrt Gebäude errichtet, die nicht standortgebunden sind. Standortbezogene Anlagen in übergeordnetem Interesse wie Energie-, Verkehrs- und Wasserbauten sind natürlich ausgeschlossen. Grosse Anlagen benötigen schon heute ausführliche Abklärungen. Mit der Annahme der Landschaftsinitiative bleibt die aktuelle Gesetzgebung auch in diesen Fällen weiterhin gültig.

Spenden

Die parlamentarische Phase ist für den Erfolg der Initiative entscheidend. Unterstützen Sie die Landschaftsinitiative deshalb mit einer Spende!

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