Interviews

Hinter der Landschaftsinitiative stehen Menschen aus Natur- und Umweltschutzorganisationen. Menschen aus der Wissenschaft, der Politik, der Raumplanung, der Landwirtschaft. Menschen, die die Schönheit der Landschaft bewahren wollen. Hier erzählen sie, warum die Initiative wichtig ist und was sie bewirkt.

Die Landschaft, eine Ressource für die Seele

 

“Der Bau von immer neuen Gebäuden in der Landwirtschaftszone, also außerhalb der Bauzone, ist ein großes Problem, das die Landschaft stört und kaputt macht.” Silva Semadeni, Präsidentin von Pro Natura Graubünden und ehemalige Nationalrätin engagiert sich seit langem für den Schutz der Landschaft und der Natur. Für sie ist klar, dass der Bau von neuen Gebäuden mit dem Abbruch von alten kompensiert werden muss.

Die Bevölkerung muss einbezogen werden

 

Die Raumplanung ist komplex, und es ist schwierig, ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Interessen und den zahlreichen beteiligten Akteurinnen und Akteuren zu finden. Doch das Thema bewegt die Bevölkerung. Die Diskussionen dürfen nicht nur den Fachleuten vorbehalten sein; die Bevölkerung muss einbezogen werden, fordert Anne DuPasquier, Mitglied des Initiativkomitees.

Schutz der Landschaft und der Natur, auch ein liberales Anliegen?

Für Kurt Fluri, FDP-Nationalrat und Mitglied des Initiativkomitees der Landschaftsinitiative, ist der Schutz der Landschaft und der Natur auch ein liberales Anliegen, weil sie nachhaltige Ziele seien. Als Stadtpräsident von Solothurn hat Kurt Fluri in diesem Sinn 28 Jahre gewirkt. Doch lokales und regionales Engagement nützten allein nicht genug, um den Trennungsgrundsatz Baugebiet / Nichtbaugebiet durchzusetzen. Deshalb engagiert er sich im Initiativkomitee der Landschaftsinitiative für einen Verfassungsartikel.

Wie wir Landschaft wahrnehmen

Es ist etwas ganz Persönliches und sehr emotional, wie wir Landschaft wahrnehmen und welche Beziehung wir zu ihr entwickeln. Fabio Pedrina, Tessiner Alt Nationalrat hat uns zu “seiner” Landschaft mitgenommen und erzählt vom Dorf Airolo zwischen Natur und den tiefgreifenden Veränderungen durch die Menschen.

 

Dem Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative fehlt es an Umsetzungsgarantien und richtigen Instrumenten

Der Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative wird bald im Zentrum der parlamentarischen Beratungen stehen. Raimund Rodewald, Mitglied des Komitees der Landschaftsinitiative und Direktor der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, erklärt im Interview, wo die aktuelle Fassung Mängel aufweist und welche Risiken für eine qualitative Landschaftsentwicklung bestehen.

Was und wie gebaut wird, entscheidet über die Lebensqualität

 

Was und wie gebaut wird, hat einen grossen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Sagt Michael Töngi, Präsident der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats und Mitglied des Initiativkomitees der Landschaftsinitiative. Ja, Raumplanung sei ein “Megathema”, von dem alle betroffen seien. Wir trafen den Nationalrat am Hang des Pilatus, von wo aus er am Beispiel des Ballungsraumes Kriens-Luzern das Problem aufzeigte.

 

Landschaft ist in uns

Landschaft ist mehr als eine Spielfläche für menschliche Aktivitäten. Landschaft hat die Menschen in ihrer Evolution geprägt. Benedetto Antonini, Architekt und Stadtplaner, hat uns nach Muzzano mitgenommen, “seiner” Landschaft im Tessin. Ein für ihn magischer Ort mit grosser landschaftlicher Anziehungskraft. Und damit solche Orte der Erholung erhalten bleiben, sei die Landschaftsinitiative der beste Weg. 

Eine Initiative zum Schutz unserer Wildnis

 

Die Wildnis, die Kulturlandschaft und das baukulturelle Erbe geraten durch Menschenhand und die damit einhergehende Bauwut immer mehr unter Druck. Die Landschaftsinitiative fordert deshalb einen Paradigmenwechsel. Nachdem über 100’000 Unterschriften gesammelt und die Initiative eingereicht wurde, steht sie nun im Mittelpunkt intensiver politischer Diskussionen. Ein guter Zeitpunkt, um mit einem ihrer unermüdlichen Fürsprecher, Raffaël Ayé, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Wieso nimmt die Revision des Raumplanungsgesetzes so viel Zeit in Anspruch?

Oft geht es in Bundesbern zwei Schritte vorwärts und dann wieder einen zurück, erklärt Adrian Schmid das Schneckentempo der zweiten Revision des Raumplanungsgesetzes. “Dem müssen wir Rechnung tragen durch eigene kontinuierliche Aktivitäten und die Schärfung der relevanten Instrumente, um so den Druck aufrecht zu halten”, fordert der Präsident des Stiftungsrates der Schweizer Demokratie Stiftung und Mitglied des Initiativkomitees der Landschaftsinitiative Adrian Schmid.

Initiative unterstützen

Unterstützen Sie die Landschaftsinitiative während dieser parlamentarischen Phase mit einer Spende!

Newsletter abonnieren

Ich möchte immer die aktuellsten Neuigkeiten erhalten.

Inhalte teilen

Schaffen Sie Bewusstsein für die Landschaftsinitiative auf Ihren sozialen Medien.

           

Copy link